Entwurf und Umsetzung eines Friedhofstors mit Blickschutz und symbolischer Aussage

Der Zugang zum Friedhof von Seukendorf wurde in den Bereich der Erweiterung an einer stark befahrenen Kreisstraße verlegt. Unsere Aufgabe war es, ein Tor zu entwerfen, das zwar die Trauergemeinschaft bei Beerdigungen vor der hektischen Betriebsamkeit der Straße abschirmt, auf der anderen Seite aber auch Einblick gibt in einen Ort der Ruhe und Besinnung.

Die architektonischen Vorgaben des Büros Wagner + Moertel lassen durch das Herauslösen und nach hinten Verlegen des Tores aus der Mauer einen kleinen Vorplatz entstehen, der auch Raum für eine seitliche Türe und ein Zaunelement gibt. Durch die Verwendung von Profilen mit großer Tiefe wird der seitliche Einblick beschränkt und nur der frontale zugelassen. Der bewusst gewählte große Überstand der Torprofile über die Mauer steht symbolisch als Zeichen der Auferstehung.

 


Häufige Fragen

Das Friedhofstor in Seukendorf wurde individuell entworfen, um sowohl die Trauergemeinschaft bei Beerdigungen vor der Betriebsamkeit der angrenzenden Kreisstraße abzuschirmen als auch einen Blick in den Ort der Ruhe zuzulassen. Standardlösungen hätten diese spezifische funktionale und symbolische Aufgabe nicht angemessen erfüllt.

Das Tor begrenzt durch die Tiefe der eingesetzten Profile seitliche Einsichten, lässt aber frontale Einblicke in den Friedhof zu. Dadurch unterstützt es Konzentration und Ruhe beim Eintritt in den Friedhofsraum. Gleichzeitig bietet die versetzte Platzierung Raum für eine Seitentür und ergänzende Zaunelemente.

Der bewusst große Überstand der Torprofile über die Mauer ist als symbolisches Zeichen der Auferstehung gedacht. Er vermittelt visuelle Kraft im Außenraum und nimmt in der Gestaltung Bezug auf sakrale Themen des Friedhofs.

Das Tor wurde so entwickelt, dass es den Übergang von der stark befahrenen Kreisstraße zu einem Ort der Besinnung markiert. Durch das Herauslösen aus der Mauer und das Entstehen eines kleinen Vorplatzes entsteht ein definierter Raum, der zugleich Orientierung und Ruhe vermittelt.

Das Friedhofstor wurde nicht aus standardisierten Bauteilen gefertigt, sondern speziell für den Ort und seine Anforderungen entworfen. Weber und Hermann haben Materialwahl, Proportionen, Funktion und räumliche Bezüge analysiert und in eine maßgeschneiderte Metallgestaltung überführt. Durch diesen individuellen Ansatz entsteht ein Ruhezeichen, das funktional wirkt und zugleich symbolisch auf den Friedhofsraum eingeht.