Metallgestaltungen für Wegekirche und Außengestaltung

Friedenskirche mit Friedhof in Tuchenbach

Die Gemeinde Tuchenbach entschloß sich 1999 im Zuge der Erschließung eines Neubaugebiets zum Bau einer Kirche und eines Friedhofs. Die Friedenskirche wurde als „Wegekirche“ konzipiert. Sie begleitet die Christen durch ihr Leben, von der Aufnahme in die Gemeinschaft durch die Taufe bis zur Verabschiedung des Toten und nimmt durch ihren Standort inmitten des Friedhofs eine alte Tradition auf. 
Unsere Aufgabe war es, passend zu der Konzeption des Neubaus durch das Büro Wagner + Moertel, Toranlagen zu entwerfen.
Die große Anstrengung der Gemeinde, einen Kirchenneubau aus eigenen Mitteln zu finanzieren, wollten wir auch als symbolisches Element in den Entwurf einbinden. Ein Ineinandergreifen und Addieren der Verbindungen und Kräfte stellt sich durch aus I-Profilen herausgeklappte und durch Edelstahlbolzen betonte Verbindungen dar.
Vor ein Zaunelement sollten Bänke gestellt werden. Diesen Umstand konnten wir in einem Entwurf zusammenfassen. Es entstand ein Objekt, das die Assoziation zu einem Schiffskörper wecken soll und nimmt Bezug auf das Kirchenlied:    Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit …“

Die Gestaltung von Wasserstelen und ein Kreuz über dem Eingang waren unsere weiteren Aufgaben.

Die Prinzipalien im Innenraum der Kirche wurden durch den Bildhauer Heinz-Leo Weiß aus Rochlitzer Porphyr gestaltet, und durch Elemente aus Stahl mit verzinnter Oberfläche von uns ergänzt.

Im Frühjahr 2010 bekamen wir den Auftrag, für die Friedenskirche in Tuchenbach, ein Kreuz für den durch Schalleinhausung erweiterten Glockenturm zu gestalten.

Der Gestaltungskreis Bayern hat zur Erinnerung an unseren langjährigen Freund und Sprecher Heinz-Leo Weiß einen Skulpturenweg errichtet.

 

 

 

 


Häufige Fragen

Der Friedhof Tuchenbach wurde im Zuge eines Neubaugebiets ab 1999 gemeinsam mit der Friedenskirche errichtet. Diese Kirche ist als Wegekirche konzipiert, die den Menschen im gesamten Lebensweg begleitet – von Taufe bis zur Verabschiedung der Verstorbenen – und wurde räumlich in den Friedhof integriert.

Weber und Hermann entwarfen passend zur kirchlichen Konzeption vor allem Torinstallationen und Außenelemente. Dazu gehören Objekte, die aus I-Profilen herausgeklappt sind und durch Edelstahlbolzen betonte Verbindungen zeigen.

Ein Tor- und Sitzobjekt erinnert durch seine Form an einen Schiffskörper, der metaphorisch auf das Kirchenlied „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt …“ Bezug nimmt und so die Gemeinschaft im Lauf der Zeit thematisiert.

Die Metallarbeiten am Friedhof Tuchenbach wurden nicht aus fertigen Bauteilen übernommen, sondern speziell für die Wegekirchen-Idee, die Anlage und die symbolischen Bezüge entwickelt. Weber und Hermann haben bei Entwurf und Umsetzung Materialien, Verbindungstechniken und räumliche Proportion gezielt abgestimmt, sodass die Toranlagen, Wasserstelen und Kreuzzeichen funktional und gestalterisch auf den Ort bezogen sind und eine klare Identität im Außenraum aufbauen.