5 Meter hohe Metallstele auf dem evangelischen Friedhof Nürnberg-Mögeldorf

Im Jahr 2013 wurden wir zu einem Künstlerwettbewerb zur Gestaltung eines Außenkreuzes auf dem evangelischen Friedhof Nürnberg-Mögeldorf eingeladen und konnten die Jury mit unserem Entwurf überzeugen.

Zentrales Element wurde eine 5 Meter hohe Stele, geschmiedet aus einer 12cm starken Aluminiumplatte. Das am oberen Ende eingeschnittene T-Kreuzsymbol bezieht sich auf die Darstellung in der Kreuzigungsgruppe an der Nordwand des Chors in der Kirche. Sie ist der Gemeinde wohl bekannt und in der Gestalt der Stele wieder zu erkennen. Das horizontale Schmieden streckt das helle Material in die Vertikale mit einer lebendigen Oberflächenstruktur. Dies formt die Stele zu einem deutlichen Symbol der christlichen Auferstehungshoffnung.

Für die Basis verwendeten wir die vorhandenen drei Natursteinplatten. Unterhalb der beiden äußeren Platten wurden nach unserem Entwurf zwei Kavernen angelegt, um die Asche der Verstorbenen nach Ablauf der Ruhefrist neben dem Kreuz würdig beizusetzen. Die Fläche am Fuß der Kreuzstele kann weiterhin zur Ablage von Kränzen an Beisetzungsfeiern genutzt werden.

Als zusätzliches Gestaltungselement brachten wir an der Wand der Aussegnungshalle ein poliertes Edelstahlblech mit einem feinen Rahmen in der Größe der bestehenden Fenster an. Der Weg und das Kreuz werden darin gespiegelt. So begleitet das Kreuz die Besucher beim Verlassen des Urnenfeldes. Es bietet sich die Möglichkeit der Reflexion.


Häufige Fragen

Das Außenkreuz Mögeldorf ist eine fünf Meter hohe, gestaltete Metallstele auf dem evangelischen Friedhof Nürnberg-Mögeldorf. Sie wurde im Rahmen eines künstlerischen Wettbewerbs entworfen und symbolisiert christliche Auferstehungshoffnung.

Die Stele besteht aus einer 12 cm starken, geschmiedeten Aluminiumplatte. Am oberen Ende ist ein eingeschnittenes T-Kreuzsymbol, das Bezug nimmt auf eine Kreuzigungsdarstellung im Chor der evangelischen Kirche St. Nikolaus und Ulrich in Mögeldorf. Die Oberfläche zeigt eine lebendige Struktur und vertikale Ausrichtung.

Unterhalb der äußeren Natursteinplatten der Basis hat der Entwurf zwei Kavernen vorgesehen, in denen nach Ablauf der Ruhefrist die Asche Verstorbener würdevoll beigesetzt werden kann. Die Fläche am Fuß der Stele bleibt nutzbar zur Ablage von Kränzen bei Beisetzungsfeiern.

An der Wand der Aussegnungshalle wurde ein poliertes Edelstahlblech mit feinem Rahmen in Fenstergröße angebracht. Dieses reflektierende Element spiegelt Weg und Kreuz und begleitet die Besucher beim Verlassen des Urnenfeldes.

Das Außenkreuz Mögeldorf entstand nicht als vorgefertigte Lösung, sondern als Wettbewerbsentwurf, der auf den Ort, die örtliche Kirche und die christliche Symbolik bezogen wurde. Weber und Hermann haben Material, Maß und Oberflächenwirkung gezielt ausgewählt und handwerklich umgesetzt, sodass die Stele sowohl als sichtbares Zeichen im Friedhofsraum wirkt als auch mit der Architektur und christlichen Symbolik des Ortes in Beziehung steht.