Geschmiedetes Rathaustor für historischen Spitalbogen

Rathaustor Langenzenn

Durch eine Havarie mit einem Baustellenfahrzeug wurde der barocke Sandsteintorbogen zum ehemaligen Langenzenner Spital schwer beschädigt. Im Zuge der Wiederherstellung bekamen wir nach einem Ideenwettbewerb den Zuschlag zur Realisierung unseres Entwurfes für ein geschmiedetes Gittertor.

Ausgehend von der strengen Gliederung im Grundaufbau eines barocken Tores versuchten wir auf Ornamente zu verzichten und beschränkten uns auf das im 17. Jahrhundert gängige Vierkanteisen mit gelochten und durchgesteckten Verbindungen. Die Gurte, Bögen und senkrechten Stäbe verspringen in 3 Ebenen und zitieren in der räumlichen Tiefe das vermutete frühere Holztor. Der rechte Torflügel geht durch die Anhebung seines Eigengewichtes beim Öffnen wieder in die geschlossene Ausgangsstellung zurück. Die Oberfläche ist in geöltem Rohstahl ausgeführt und hat im Laufe der Jahre eine Rostpatina gebildet.


Häufige Fragen

Der barocke Sandsteintorbogen am ehemaligen Langenzenner Spital wurde nach einer Havarie schwer beschädigt. Im Zuge der Wiederherstellung realisierten Weber und Hermann ihren Entwurf eines geschmiedeten Gittertors für diesen historischen Zugang.

Der Entwurf orientiert sich an der strengen Gliederung eines barocken Tores, verzichtet aber bewusst auf Ornamente. Stattdessen setzt er auf klassisches Vierkanteisen.

Die Gurte, Bögen und senkrechten Stäbe verspringen in mehreren Ebenen und zitieren so die räumliche Tiefe eines vermuteten früheren Holztors. Der rechte Torflügel wurde zusätzlich so gewichtet, dass er beim Öffnen durch sein Eigengewicht wieder in die geschlossene Ausgangsstellung zurückläuft.

Weber und Hermann entwarfen und fertigten das Gittertor nicht als Standardprodukt, sondern speziell für den beschädigten barocken Torbogen. Die klar strukturierte Gliederung, die verzichtende Ornamentik und die technische Lösung für selbstschließende Torflügel zeigen, wie handwerkliche Präzision und historische Sensibilität verbunden werden — eine individuelle Leistung, die Funktion, Form und Kontext berücksichtigt.